boardmag.com

Test Review: Longboard Jucker Hawaii New Hoku

Mo. 05. Sep 2016, 21:35 Uhr | Timotheus Kredel | 0 Kommentare

Test review: Longboard Jucker Hawaii New Hoku

Mike Jucker wurde durch die Surfer auf Hawaii inspiriert und wollte das Gefühl des Surfens auf die Straße übertragen. Jucker Hawaii ist einer der führenden Marken im Cruising Bereich, einer ihrer Topseller, ist das „New Hoku“. Ich habe mir das Board geschnappt und mal getestet, ob das Board (Hoku=Stern auf Hawaiianisch) wirklich ein Stern unter den Cruisern ist.

Erstmal ein paar Facts zum Board:

  •          99 cm lang und 22 cm breit
  •          Aufbau mit Glasfaser, kanadischem Ahorn und Bambus
  •          Erhältlich in Flex 1-3
  •          Droptrough Achsmontage
  •          Kommt mit Jucker Hawaii Standard Grip
  •          Bestückt mit 180mm Jucker Hawaii Allrounder Achsen und Jucker Hawaii Kaku Rollen

 

Das New Hoku im Test:


Als ich das Board aus dem Karton geholt habe, war ich sehr positiv überrascht, das Board kommt mit einem schlichten, aber schönen Design und wirkt insgesamt sehr wertig. Das Board ist dank des Glasfaser Aufbaus auch sehr schön leicht.

Da das Board als Cruiser als Allrounder ausgeschrieben ist, habe ich das Hoku mal in allen Lebenslagen getestet, sei es beim Cruisen in der Stadt oder beim Freeriden am Berg:

Cruising:

Der Flex 1 ist bei meinen 85 Kilo sehr angenehm, schön snappig und nicht zu weich. Dadurch lässt sich das Board superangenehm cruisen durch die engen Gassen der Münchner Innenstadt manövrieren. Durch die Droptrough Montage der Achsen ist man sehr wendig unterwegs und kann durch den tieferen Schwerpunkt schön angenehm auch auf längere Strecke cruisen, ohne Schmerzen im Fuß zu bekommen. Der einzige Nachteil ist, dass die Achsen nicht mit der Wendigkeit des Boards mithalten können, aber dazu später mehr.

Dancing/Freestyle:

Da ich eh vorhatte, meine Dancing Fähigkeiten auf Vordermann zu bringen, kam mir das Board genau richtig. Durch eine Wheelbase von 69 cm hat man genug Platz auf dem Board und kann ohne Probleme z. B. Cross-Steps machen oder einen Peterpan. Die Kicks sind gut platziert, haben aber leider für ungeübte Fahrer wie mich, etwas wenig Pop und die Droptrough Montage stört etwas. Das Deck erschien mir auch recht haltbar, zwar konnte ich nach 2,3 Sessions sehen, wie die Kicks schon etwas kleiner wurden, aber ich hab mir sagen lassen, dass es für einen Dancer noch im Rahmen ist. 

Die Kicks sorgen für ordentlich SpaßDie Kicks sorgen für ordentlich Spaß

 

Für mich als Anfänger im Dancing Bereich ein schönes Einsteigerbrett, einzig störend, sind die Rollen und die Droptrough Achse. Hier würde ich auf eine Rolle mit runder Lippe zurückgreifen.

Freeride/Slide:

Wer dieses Deck den Berg runter bewegen möchte, sollte unbedingt Flex 1 wählen, da man sonst starke Probleme bei höheren Geschwindigkeiten hat.

Das Board lässt sich Recht einigermaßen Sliden, aber wirklich dafür ausgelegt ist es nicht, und das merkt man auch:

Die Achsen bzw. die Lenkgummis machen bei etwas höheren Geschwindigkeiten keine gute Figur mehr und sind ziemlich unstabil. Man bekommt ohne gute Technik schnell Speed Wobbels und diese können böse enden. 

Die Rollen haben durch ihre 78a und die breite Lauffläche ziemlich viel Grip. Dadurch lassen sie sich nur schwer in den Slide drücken. Als Anfänger wird man sich ziemlich schnell die Zähne an der Rolle ausbeißen, wenn man aber schon den einen oder anderen Slide kann, ist das kein Problem. Die Rolle slidet auch nicht gerade smooth sondern stottert und Rolle kreischt laut im Slide.

Wenn man wirklich damit Sliden möchte, würde ich die Lenkgummis und die Rollen austauschen. Oder direkt die Slide Variante wählen, das „New Hoku Slide“.

Die Komponenten:

Die Rollen sind sehr angenehm zu cruisen und kommen mit Abec 7 Kugellagern aus dem Hause Jucker. Durch die große und weiche Rolle sind Unebenheiten kein Problem und kommt gut über alles hinweg. Wie oben angesprochen, würde ich einem eine andere Rolle empfehlen, wenn man damit Sliden/Freeriden möchte oder ernsthaft Dancen will, wie schon angesprochen sind die Superballs, ebenfalls von Jucker Hawaii, eine gute Wahl, auch für Anfänger.

Das Brett kommt mit Jucker Hawaii Kaku RollenDas Brett kommt mit Jucker Hawaii Kaku Rollen

 

Die Achsen machen an sich eine gute Figur, auch nach Dancen, Freestylen oder Sliden, konnte ich nicht sehen, dass die Achsen sich verbiegen oder kaputt gehen. Zum Cruisen sind auch die Bushings soweit in Ordnung, aber langfristig, würde ich diese doch auch austauschen und so optimieren, dass es für den jeweiligen Anforderung Bereich passt.

Fazit

Das Board hat mit 150 Euro ein super Preis/Leistungs Verhältnis und ich hätte nicht gedacht, dass es so viel Spaß macht, damit durch die Innenstadt zu heizen.

Für mich ist es vor allem ein Cruiser, mit dem man auch mal das Ein oder Andere ausprobieren kann, aber welches hauptsächlich gecruist werden möchte und da auch am meisten Spaß macht.

Die Lenkgummis sollte man aber bei Zeiten wechseln, um das volle Potenzial der Achse spüren zu können.

Das Board kann auch mit teureren Kollegen mithalten und ist wertig verarbeitet. Empfehlen kann ich das Board jedem, der das Longboarden mal ausprobieren möchte und sich noch nicht sicher ist, ob es wirklich das richtige für ihn ist und nicht direkt 300 Euro ausgeben möchte. Oder wer auf der Suche nach einem günstigen Cruiser ist. Nach und nach kann man dann andere Komponenten kaufen und das Board weiter in eine Richtung spezifizieren.

 

Ihr sucht noch nach dem passenden Board für euch ? Dann schaut doch gerne im Boardshop vorbei

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

Bild des Benutzers Gast

Type in the adjacent number to solve the CAPTCHA: 10618