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Test Review: Longboard Achsen Arsenal Precision Trucks

Do. 20. Okt 2016, 20:39 Uhr | Timotheus Kredel | 0 Kommentare

Test Review: Longboard Achsen Arsenal Precision Truck

Nachdem ich schon die Cast Version der Arsenal Trucks gefahren bin, habe ich mir auch die Precision Version geschnappt und versucht herauszufinden, ob sie hält, was sie verspricht und ob sich der Aufpreis für die CNC-Variante lohnt. Ich bin die Achse als Split-Set gefahren, d. h., hinten hatte ich 42 Grad Baseplatewinkel und vorne 47.

Facts:

  •          Man kann zwischen 192- und 182 mm Breite wählen
  •          Man kann zwischen 47,45- und 42 Grad Baseplatewinkel wählen
  •          Die Hanger sind Flipbar, sie haben 3mm Rake
  •          Die Achsen kommen mit Riptide Bushings und Riptide Pivot Cups
  •          Der Kingpin und die Muttern bestehen aus dem gleichen Material wie ein Flugzeug Fahrwerk
  •          Die Baseplates haben 12 verschiedene Bohrungen, damit jeder für sich die passende Wheelbase                finden kann

Test:

Ich bin die Achsen an meinem Moonshine Rum Runner gefahren und habe sie viele Sessions lang getestet, daher bin ich verschiedene Rollen Setups gefahren und kann mich nicht auf eines festlegen.

Qualität:

Die Achsen machen schon beim Auspacken einen hochwertigen Eindruck. Sie sind schön leicht und die Fräsungen sind optimal und glatt. Der Bushingseat ist, genau wie bei der Cast Version, super eng und tief. Die Bushings sitzen bomben fest und haben keinen Slop. Auch bei hohen Geschwindigkeiten hat der Bushing kein Spiel und sitzt ruhig und fest in der Achse.

Bei den Precision Trucks hat Arsenal auch nicht gespart und den Achsen originale Riptide Bushings, 95a in der 42 Grad Version und in 90a in der 47 Grad Version, spendiert. Daher musste ich auch nichts wechseln und konnte, bei 80 Kilo, die Achsen problemlos mit 70 mm Rollen fahren.

Problemlos hält die Achse jeder Belastung standProblemlos hält die Achse jeder Belastung stand

Die Hänger sind nach dem Test immer noch 100 % Grade und nichts hat sich verbogen oder ist kaputt. Auch die Pivot Cups sind noch wie neu. Die Muttern und der Kingpin sind aus dem gleichen Material hergestellt wie Flugzeug Fahrwerke, sollten also auch einiges aushalten …

Cruising/Freestyle/Dancing:

Diesen Teil lasse ich auch diesmal aus. Die Achse ist einfach für den Berg gemacht und nicht für die Stadt. Wer Cruisen, Freestylen oder Dancen möchte, sollte lieber zu den Cast Arsenals greifen, mit der Achse hat man dabei genauso viel Spaß und spart sich einen Haufen Geld.

Freeride/Downhill:

Nun zum wahren Einsatzgebiet der Achse, dem Berg. Ich bin die Achse sowohl an unserem Homespot hier in München gefahren, im Erzgebirge, als auch auf dem Bela Joyride in Österreich, um sie noch mal bei hohen Geschwindigkeiten zu testen:

Durch die Tallbushings haben die Achsen schön viel Lean und lassen sich angenehm durch Kurven bewegen, trotzdem sind sie bei höheren Geschwindigkeiten noch stabil. Das 47/42-Grad-Split-Set hat mir besonders gut gefallen. Man ist sehr schön wendig unterwegs und ist trotzdem stabil, das merkt man vor allem, wenn man in eine enge Kurve fährt, da bringt es einem eine extra Portion Grip und Stabilität auf der Hinterachse. Dadurch muss man die Achse aber auch etwas stärker in den Slide drücken, was aber bei einem kleinen Split nicht weiter auffällt.

Die Achse hat eine schöne „Mitte“ und kehrt in null Komma nichts dahin zurück. Sie reagiert sehr schön schnell, ohne sich dabei Tod, oder wie auf Schienen anzufühlen. Das Wort „Surfig“ beschreibt das Fahrgefühl gut. Man kippt nicht einfach auf die Seite, sondern kann sich ganz entspannt reinlehnen und sobald man keinen Druck mehr auf die Achse ausübt, kommt die Achse wieder in die „Mitte“ zurück.

Auch bei hohen Geschwindigkeiten, um die 70 km/h, sind die Achsen trotzdem noch stabil und machen, eine gute Tuck ist natürlich Voraussetzung, keine Anstalten sich aufzuschaukeln und den Fahrer abzuschmeißen. 

Was mir besonders positiv aufgefallen ist, dass die Achsen Vibrationen sehr gut absorbieren und nicht auf das Brett bzw. den Fahrer übertragen, das merkt man vor allem bei geflicktem oder kaputtem Asphalt.Longboard CNC Achse

Fazit:

Die Achse hat mir sehr gut gefallen, sie macht viel Spaß und bietet sowohl Lean, als auch eine Menge Turn. Am Berg ist man damit super surfig und trotzdem stabil unterwegs, auch Carven macht damit Spaß. Man hat eine gelungene Mischung aus beidem.

Man bekommt mit den Arsenal Precision Trucks eine super Achse die sowohl beim gemütlichen Freeride und Sliden, als auch bei hoher Geschwindigkeit eine gute Figur macht. Negativ habe ich eigentlich nichts an der Achse auszusetzen, besonders gut gefällt mir, dass man sie direkt out of the box fahren kann, ohne irgendwas auszutauschen.

Verglichen wird die Achse oft mit einer Aera k3, dazu kann ich aber nichts sagen, da ich noch nie eine k3 gefahren bin.

Empfehlen kann ich die Achse grundsätzlich eigentlich jedem, der eine Achse sucht, die bei hohen Geschwindigkeiten stabil ist, aber trotzdem noch Turn hat und Spaß macht zu fahren. Sowohl für Freeride als auch Downhill ist die Achse geeignet. Mit einem „relativ“ geringen Preis ist die Achse auch für Leute interessant, die vorher noch keine CNC-Achse hatte, aber trotzdem von Cast umsteigen wollen.

Alles in allem ein super Gesamtpaket für einen „relativ“ kleinen Preis.

 

Foto 2: Alternative Longboards

Foto 3: Easy goinc. Longboards

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